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Am Gelage der Blutraben Ich gern War!

Müde und erschöpft, aber glücklich und zufrieden, wankst du die letzten Stufen der Treppe zur Tür deiner Wohnstatt hinauf.

Während du in den Tiefen deiner Tasche nach dem alten rostigen Schlüssel suchst, ziehen die Bilder der vergangenen Nacht nochmals an deinem inneren Auge vorbei. Marktstände voller einzigartiger Waren aus dem ganzen Land. Essen und Trinken in rauen Mengen. Menschen überall. Es müssen derer hunderte gewesen sein. Aber auch die Musik verweilt noch ein wenig in deinen Ohren und erst jetzt fällt dir auf, dass du den ganzen Heimweg unbewusst die Melodie eines Liedes gesummt hast, welches dir jedes Mal noch tagelang im Kopf geblieben ist, wenn du auf Jarl Ulfrik und die Blutraben getroffen bist. "Wein, Weib und Gesang" schmunzelst du und musst kurz auflachen. Ein passenderes Lied konnte es wohl nicht geben, um den gestrigen Abend zu beschreiben.

Als du endlich den Schlüssel gefunden hast und ihn in das leicht vereiste Schloss steckst, hörst du plötzlich einen Raben krächzen. Erstaunt drehst du dich um und starrst in die schwarzen Knopfaugen eines Raben, der auf deinem Briefkasten sitzt und versucht einen recht dicken Umschlag in den Briefschlitz zu stecken.


Du nimmst dem Raben den Umschlag ab, woraufhin dieser kurz seinen Kopf neigt, als wolle er sich bedanken und einen Augenblick später, mit schlagenden Flügeln, im herbstlichen Nebel verschwindet.

Der Brief liegt schwer in deiner Hand. Du drehst in um und beginnst die fein geschriebenen Runen zu lesen: "An die Gäste des zweiten Gelages der Blutraben. Von Jarl Vargar. Gesendet aus den Kolsvart Studios".


Noch während du durch die Tür in deine warme Wohnstube trittst, öffnest du das kleine Paket und dir fallen ein ganzer Stapel Zeichnungen des Bildhauers in die Hand.







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